Begriffsregister
Glossar
Wir erklären jeden Fachbegriff an genau einer Stelle — und verlinken von dort in die Vergleichsratgeber. So bedeutet ein Wort bei uns überall dasselbe.
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Adaptives Streaming
Beim adaptiven Streaming wechselt der Abspieler während der Wiedergabe zwischen mehreren Qualitätsstufen, je nach verfügbarer Bandbreite. Verbreitete Verfahren sind HLS und MPEG-DASH. Für Lernvideos senkt das die Abbruchquote bei schwacher Verbindung, weil statt eines Ladebalkens eine niedrigere Auflösung erscheint.
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Auftragsverarbeitung
Auftragsverarbeitung liegt vor, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten weisungsgebunden für ein Unternehmen verarbeitet. Nach Artikel 28 DSGVO ist dafür ein schriftlicher Vertrag erforderlich, der Zweck, Dauer, Art der Daten und technische Schutzmaßnahmen festhält. Für Kursanbieter betrifft das jede Plattform, auf der Mitgliederdaten liegen.
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Bindungswirkung
Bindungswirkung bezeichnet den Aufwand, der beim Wechsel zu einem anderen Anbieter anfällt: Vertragslaufzeit, Exportlücken, eigene Anpassungen und eingelernte Abläufe. Wir bewerten sie anhand nachprüfbarer Merkmale wie Kündigungsfrist, Exportumfang und Schnittstellenumfang, nicht anhand von Eindrücken.
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Datenmitnahme
Datenmitnahme beschreibt, ob und wie vollständig sich Inhalte, Mitgliederdaten und Fortschrittsdaten aus einer Plattform wieder herausholen lassen — als Datei, über eine Schnittstelle oder gar nicht. Sie entscheidet über die tatsächlichen Wechselkosten und ist nach Artikel 20 DSGVO für personenbezogene Daten ein Recht der betroffenen Person.
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Datenstand
Ein Datenstand ist eine datierte Momentaufnahme aller erfassten Angaben zu einem Werkzeug, versehen mit Prüfsumme und Verkettung zur vorherigen Aufnahme. Dadurch bleibt jede spätere Änderung sichtbar und jede Aussage lässt sich auf den Tag genau zitieren.
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Digitale Rechteverwaltung (DRM)
Digitale Rechteverwaltung verschlüsselt Medien und gibt den Schlüssel nur an zugelassene Abspielumgebungen aus. Verbreitete Systeme sind Widevine, PlayReady und FairPlay. Gegenüber signierten Links erhöht das den Aufwand deutlich und ist meist nur bei hochpreisigen oder lizenzierten Inhalten wirtschaftlich.
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Serverstandort
Der Serverstandort ist der Ort, an dem Daten gespeichert und verarbeitet werden. Bei Verarbeitung außerhalb der EU braucht es eine Übermittlungsgrundlage, etwa Standardvertragsklauseln oder einen Angemessenheitsbeschluss. Viele Anbieter nennen Regionen wahlweise; entscheidend ist, was vertraglich zugesichert und nicht nur beworben wird.
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Signierte URL
Eine signierte URL ist ein Abruflink, der eine kryptografische Signatur und ein Ablaufdatum enthält. Nach Ablauf verweigert der Server die Auslieferung. Für kostenpflichtige Lerninhalte ist das der übliche Weg, um Weitergabe einzuschränken, ohne jede Datei hinter eine eigene Anmeldung zu stellen.
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Transkodierung
Transkodierung ist die automatische Umwandlung einer hochgeladenen Videodatei in mehrere Auflösungen und Datenraten. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein Abspieler die Qualität an die Verbindung anpassen kann. Abgerechnet wird sie je nach Anbieter pro Minute Ausgangsmaterial oder pauschal über den Speicherpreis.
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Vergleichswert
Ein Vergleichswert ist bei uns eine aus öffentlich zugänglichen Angaben, Anbieterunterlagen und Erfahrungsberichten Dritter zusammengeführte Kennzahl mit Erhebungsdatum und Quelle. Er beruht ausdrücklich nicht auf eigenen Messungen, sondern auf der Zusammenführung vorhandener Angaben und dem Abgleich mit weiteren Werkzeugen unserer Datenbank.
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Verteilnetz (CDN)
Ein Verteilnetz ist ein Verbund geografisch verteilter Server, die Inhalte nahe am Abrufenden zwischenspeichern. Die Auslieferung startet dadurch schneller und belastet den Ursprungsserver weniger. Bei Videoangeboten bestimmt das Verteilnetz maßgeblich Startzeit und Stabilität der Wiedergabe.
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Videohosting
Videohosting bezeichnet das Speichern, Umwandeln und Ausliefern von Videodateien über eine fremde Infrastruktur. Der Anbieter übernimmt Transkodierung in mehrere Auflösungen, Auslieferung über ein Verteilnetz und in der Regel auch den Abspieler. Für Lernangebote ist Videohosting deshalb relevant, weil Bandbreite, Startzeit und Zugriffsschutz nicht selbst betrieben werden müssen.